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Flexibles LOGOS-LVS für 24 US-Standorte von Henkel Drucken E-Mail
Geschrieben von Beatrice Böhme   
Für einheitliche Lager- und Produktionsprozesse setzt Henkel – einer der führenden internationalen Markenartikelhersteller im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika sowie bei Kleb- und Dichtstoffen und in der Oberflächentechnik – auf die Lagerverwaltungs- und -steuerungssoftware imotic. Die flexible LOGOS-Warehouse-Software ist an 24 nordamerikanischen Henkel-Standorten erfolgreich im Einsatz. Im Ergebnis: eine Minimierung des Wartungs- und Supportaufwands, eine erhebliche Durchsatz- und Effizienzsteigerung in den 24 Produktionsstandorten und Distributionslagern sowie eine Verbesserung der Daten- bzw. Informationsübertragung. Durchgeführt wurde das umfangreiche Projekt – im Rahmen der nordamerikaweiten SAP-Einführung bei Henkel – von LOGOS Inc., der amerikanischen LOGOS-Tochterfirma.

1876 von Fritz Henkel in Aachen gegründet, ist Henkel heute ein weltweit tätiger Konzern mit zahlreichen Standorten in Europa, Asien, Afrika, Nord- und Lateinamerika. Insgesamt beschäftigt Henkel mehr als 53.000 Mitarbeiter – 80 Prozent arbeiten außerhalb Deutschlands. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf produziert Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik- und Körperpflegeartikel sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächenbehandlungen, die breitgefächerte Möglichkeiten sowohl für Handwerker und Konsumenten als auch für die industrielle Anwendung bieten. Markenprodukte von Henkel sind in 125 Ländern im Einsatz.

Die Lagerverwaltungs- und -steuerungsoftware imotic setzt Henkel bereits an zahlreichen europäischen Standorten ein und auch an 24 Standorten – darunter Produktionsstandorte und Distributionszentren – in Nordamerika. Hier produziert, lagert und versendet das Unternehmen beispielsweise Produkte für die Oberflächenbehandlung, Industrieklebstoffe sowie Klebstoffe für die Bereiche Computerhardware und Luft- und Raumfahrt.

Aufgabenstellung
An rund der Hälfte der mit imotic ausgestatteten nordamerikanischen Henkel-Standorte löste die neue Software bereits bestehende LVS bzw. Lagersteuerrechner ab. In allen anderen Lagern wurde bislang ohne ein WMS gearbeitet bzw. wurden die Daten in eigenen, unterschiedlichen ERP-Systemen gepflegt. Der Aufwand für Wartung bzw. der allgemeine Supportaufwand der Systeme war dementsprechend hoch. „Zentrales übergeordnetes Projektziel war es deshalb, alle Standorte mit einem einheitlichen Lagerverwaltungssystem auszustatten. Dabei haben wir großen Wert darauf gelegt, bereits bestehende Prozesse zu standardisieren und so wenig neue Prozesse wie möglich einzuführen. Gleichzeitig sollten die Besonderheiten der einzelnen Standorte bei der Planung mit berücksichtigt werden“, erläutert Manfred Trumpf, Henkel-Vizepräsident und IT-Projektmanager. Darüber hinaus sollte mit imotic die Leistungsfähigkeit und Effizienz in den Bereichen Produktion, Warehouse sowie Transport bzw. Versand gesteigert werden, ohne die bereits produktiv arbeitenden Henkel-Werke zu beeinträchtigen. Henkel setzt das LVS an allen 24 Standorten als Middleware zu SAP R/3 ein. Die Implementierung erfolgte im Rahmen der nordamerikaweiten SAP-Einführung bei Henkel. Die Software steuert zentrale Warehouse-Prozesse in den Bereichen Produktion und Distribution, darunter beispielsweise Wareneingang, Kommissionierung und Versand bzw. Transport. Die Lagerbestände und -plätze verwaltet Henkel in SAP. Alle 24 Produktions- und Distributionslager sind an einen zentralen Server im Henkel- Rechenzentrum in Rocky Hill im Bundesstaat Connecticut angeschlossen.

Mehr Durchsatz dank imotic
In den Henkel-Produktionsstandorten – wie beispielsweise bei Henkel Aerospace in Bay Point, Kalifornien – sorgt die neue Software für eine spürbare Durchsatzsteigerung sowie eine allgemeine Prozessoptimierung. Henkel Aerospace produziert Klebepasten und -filme, die beispielsweise für die Verklebung von Flugzeugflügeln verwendet werden. Seine Artikel bevorratet das Unternehmen in einem rund 1.600 Quadratmeter großen Lager – bestehend aus Hochregal- und Blocklager sowie weiteren Produktionsversorgungsbereichen. Imotic steuert sämtliche Warehouse-Prozesse – von der externen Chargenvergabe, dem Wareneingang über die Kommissionierung bis hin zu Verpackung und Versand. Beim Wareneingang optimiert die Software sowohl die Buchung von Bestellungen als auch Vorgänge im Bereich Produktion. Wird Rohmaterial für die Produktion angeliefert, zeigt imotic alle offenen Positionen an; der Mitarbeiter wählt die entsprechenden Positionen aus und bucht sie ein. Darüber hinaus steuert der Lagersteuerrechner in SAP die Wareneingänge für Prozessaufträge. Sobald Material produziert wurde, bucht das LVS den Vorgang als Wareneingang und verzeichnet parallel den Materialverbrauch. Die Kommissionierung, Verpackung und Verladung realisiert Henkel Aerospace ebenfalls mit imotic. Mit MDE-Geräten bearbeiten die Mitarbeiter Transportaufträge, die entsprechend der in SAP angelegten Kundenbestellungen und Lieferungen erzeugt wurden, kommissionieren die bestellten Artikel und erstellen beliebig viele Verpackungseinheiten. Im Anschluss wird die Ware in Versandzonen bereitgestellt. Eine Besonderheit im Henkel-Aerospace-Lager ist der Umgang mit temperaturempfindlichen Materialien. Diese dürfen nicht länger als acht Stunden außerhalb des Kühlbereichs aufbewahrt werden. Imotic informiert deshalb über die verbleibende Zeit außerhalb der Kühlzone – ab dem Zeitpunkt der Kommissionierung bis zum Warenausgang. Auf diese Weise stellt das LVS sicher, dass der Kunde ausschließlich einwandfreie Ware erhält. Darüber hinaus ist das System für die externe Chargennummernvergabe verantwortlich. Seine Produkte stellt Henkel Aerospace in verschiedenen Stufen her. Nach jedem einzelnen Produktionsschritt vergibt die Software eine neue Charge, legt diese in SAP an und stellt dadurch die Warenrückverfolgbarkeit sicher. „Mit imotic haben wir uns für ein äußerst effizientes Lagerverwaltungs- und -steuerungssystem entschieden. In unseren Produktionslagern konnten wir mit der neuen Software eine erhebliche Durchsatzsteigerung erzielen“, freut sich Bill Keck, Vice President und Project Manager Henkel Corporation.

Gesicherter Nachschub und schneller Versand
In Louisville im Bundesstaat Kentucky betreibt Henkel mit Unterstützung von imotic ein reines Distributionszentrum, das von vier Unternehmensstandorten beliefert wird. In einem rund 14.000 Quadratmeter großen Lager bevorratet Henkel etwa 3.000 verschiedene Artikel mit einem Gesamtwert von rund zehn Millionen US-Dollar, darunter beispielsweise Industrieklebstoffe. Es ist in drei Bereiche unterteilt – einer für leicht entzündliche Waren, ein Kühlbereich sowie ein allgemeiner Bereich. Für die Warenlagerung stehen Hochregallager und Kommissionierzonen mit insgesamt 18.000 Lagerplätzen zur Verfügung. 58 Mitarbeiter sorgen dafür, dass monatlich mehr als 40.000 Lieferpositionen kommissioniert und transportiert werden. Von Louisville beliefert Henkel überwiegend Endkunden, aber auch das Henkel-Distributionslager in Kanada sowie weitere Unternehmensstandorte. Die LOGOS-Software ist – ähnlich wie in den Produktionslagern – für den Wareneingang, die Kommissionierung sowie die Nachschubsteuerung verantwortlich. Darüber hinaus realisiert imotic die Speditionsanbindung zu UPS und FEDEX. Im Bereich Wareneingang erfasst das LVS nicht nur Bestellungen, sondern ermöglicht auch die Warenbuchung aus den Henkel-Schwesterwerken. Die Kommissionierung – Pick-and-Pack – erfolgt fast ausschließlich in Kommissionierzonen und nicht direkt aus dem Hochregallager, da es sich bei einem Großteil um relativ kleine Produkte handelt. Während der Kommissionierung steuert imotic die parallele Verpackung der Ware. Die Lagermitarbeiter erstellen mit Hilfe des LVS Etiketten mit einer Verpackungseinheits-Nummer, die vor der Kommissionierung gescannt und denen die entsprechenden Artikel zugeordnet werden. Unterschreitet der Warenbestand in den Kommissionierzonen einen definierten Schwellenwert, löst die Software automatisch einen Transportbedarf aus. Anschließend wird in SAP ein entsprechender Nachschubtransportauftrag erzeugt. Die Realisierung des Etikettendrucks war ein Schwerpunkt im Rahmen des umfangreichen Projektes bei Henkel. Mit Hilfe des imotic-Druckmoduls produziert das Unternehmen an nahezu allen 24 Standorten seine Produkt- und Versandetiketten, Etiketten mit Gefahrstoffinformationen oder weiteren kundenspezifischen Informationen. „Vor der Integration von imotic arbeitete jeder Standort mit eigenen Etiketten. Die Lösung ermöglicht nun erstmals den Druck einheitlicher Etiketten – das war ein wichtiges Projektziel, das LOGOS in vollem Umfang erfüllt hat“, erklärt Bill Keck.

Eine Besonderheit im Henkel-Distributionslager ist die mit imotic realisierte Speditionsanbindung. Sämtliche Versandstücke mit einem Gewicht von bis zu 70 Pfund werden über ein entsprechend ausgelegtes Förderband direkt in die täglich bereitgestellten Ladebrücken der Speditionen transportiert. Im Vorfeld scannt der Lagermitarbeiter die Nummer der Verpackungseinheit, das LVS steuert sowohl den Ausdruck der Liefer- und Ladedokumente, der so genannten MSDSs (Material safety data sheets) und CoAs (Certificate of Analysis = Qualitätszertifikat) als auch den Ausdruck von Versandetiketten für die Speditionsfirmen. Dabei kommuniziert es mit einer Fremdsoftware, die anhand des Gewichts und des Bestimmungsortes den Preis ermittelt und anschließend das Versandetikett druckt. Das Gewicht ermittelt ein fest auf dem Förderband installierter Scanner mit angeschlossener Waage. Diese Gewichte werden von imotic entgegengenommen und in die entsprechenden Lieferungen im SAP-System eingetragen. Die LOGOS-Software kommuniziert mit dem Förderbandscanner und übergibt die Daten, anhand derer die Weiche für jedes vorbeilaufende Packstück auf die entsprechende Spedition eingestellt wird. Eine Weiche schiebt die Packstücke im Anschluss auf das Förderband, das in den richtigen LKW mündet. „Auf diese Weise werden allein über das Förderband im Distributionszentrum in Louisville täglich zwischen 400 und 600 Transporte abgewickelt“, erläutert LOGOS-Projektleiterin Beatrice Böhme die erzielten Optimierungen.

24 Standorte in anderthalb Jahren mit imotic ausgestattet
„Dank der intensiven Vor-Ort-Schulung durch die LOGOS-Warehouse-Experten verlief die Implementierung des neuen LVS an allen 24 Standorten problemlos. Unsere Mitarbeiter arbeiten heute ausgesprochen gerne mit der neuen Software“, berichtet Keck. Da Henkel in Europa bereits seit Jahren erfolgreich mit dem Lagersoftwareexperten aus Friedrichsdorf zusammenarbeitet, entschied sich das Unternehmen dafür, imotic auch in Nordamerika einzusetzen. Den Auftrag vergab Henkel im Sommer 2005, rund ein halbes Jahr später startete das Projekt. Im Juli 2007 wurde das LVS am letzten der 24 Henkel-Standorte in Betrieb genommen.

Die Ergebnisse im Überblick
Mit dem Einsatz von imotic erzielt Henkel folgende Ergebnisse: • Das LVS sorgt in 24 Henkel-Produktionsstandorten und Distributionslagern für einheitliche Prozesse und reduziert den Wartungs- und Supportaufwand erheblich. • Der Lagersteuerrechner erfüllt je nach Standort unterschiedliche Funktionen und Bedürfnisse – von minimalen Änderungen in bestehenden Systemen bis hin zu umfangreichen Sonderfunktionen • Mit imotic erzielt Henkel an allen Standorten eine deutliche Durchsatz- und Effizienzsteigerung. Monatlich finden über das LVS etwa 270.000 Transaktionen in SAP statt. • Darüber hinaus ist Henkel mit Unterstützung der neuen Software in der Lage, die Erstellung bzw. den Druck sämtlicher Etiketten problemlos und schnell durchzuführen.

Unternehmenskontakt
Beatrice Böhme • LOGOS GmbH
Landgraf-Friedrich-Straße 10 • 61381 Friedrichsdorf
Telefon: 06172-7640 0 • Fax: 06172-7640 29
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können • Internet: www.logos-logistics.com

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