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Was Feines fürs Lager – LFS 400 bei Homann Feinkost Drucken E-Mail
Geschrieben von Marco Ehrhardt   
Bei der Lagerung seiner sensiblen, temperaturgeführten Produkte setzt Homann Feinkost, der Marktführer für frisch gekühlte Feinkostspezialitäten und Convenience-Produkte in Deutschland, auf das Lagerführungssystem LFS 400. Mit dem System des Bopparder Anbieters Ehrhardt + Partner erreicht Homann heute eine größere Flexibilität sowie deutlich kürzere Durchlaufzeiten und spürbare Effizienzsteigerungen.

 

Das Sortiment des etabliertesten Feinkostanbieters Deutschlands umfasst neben Feinkostsalaten und Fischdelikatessen auch Marinaden, Soßen und Dressings, die über den Lebensmittelhandel und den Großverbraucher-Bereich distribuiert werden. 700 verschiedene Artikel lagern im Zentrallager am Stammsitz und Produktionsstandort Dissen in der Nähe von Osnabrück. In dem 11.200 Palettenplätze großen, temperaturgeführten Lager - davon 9.400 im automatischen Hochregallager, 1.300 im Block- und weitere 500 im Kommissionierlager - arbeiten insgesamt 80 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. Pro Tag werden durchschnittlich 450 kommissionierte Paletten und weitere 1.100 Vollpaletten mit einer Versandtonnage von 600 Tonnen ausgelagert. Vor der Warehouse-Modernisierung generierten die Mitarbeiter Kommissionierlisten auf dem ERP-System BPCS von SSA Global und forderten auch die notwendigen Versand- und EAN-128-Labels manuell aus diesem System an.

 

Projektschwerpunkte

Bereits eine Woche nach der Inbetriebnahme des Lagerführungssystems LFS 400 bewirtschafteten die Homann-Mitarbeiter das Lager selbstständig. Das Warehouse-Management-System LFS 400 steuert seitdem alle logistischen Prozesse - vom Wareneingang über die Kommissionierung bis hin zur Auslieferung der Ware. LFS 400 berücksichtigt dabei unter anderem die für Homann extrem wichtige strikte Einhaltung der Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) sowie das FIFO-Prinzip und führt laufend eine spezielle Bestandsverfügbarkeitskontrolle durch: Je nach Kundenbestellung werden bei Homann Frischeprodukte mit begrenzter Haltbarkeit termingerecht produziert. Sollte ein bestellter Artikel nicht in der geforderten Menge auf Lager sein, überprüft das Lagerführungssystem bis zur Auslieferung permanent, ob der fehlende Artikel während der Kommissionierung bzw. auch während der Bereitstellung im Warenausgang noch hergestellt und dem Lager zugeführt wurde. Ist das der Fall, wird der betreffende Versandauftrag nachträglich um die fehlende Produktmenge ergänzt, so dass der Kundenauftrag vollständig ausgeführt werden kann. Feinkostspezialist Homann gewährleistet darüber hinaus eine artikel- und sortenreine Kommissionierung entsprechend den individuellen Kundenanforderungen: Im Rahmen der Kommissionierung von mehreren Artikeln auf eine Versandpalette wird - um die spätere Wiedereinlagerung beim Kunden effizient zu gestalten - zwischen den unterschiedlichen Artikeln jeweils eine Leerpalette platziert. Nach Abschluss der Kommissionierung werden diese Paletten mit EAN-128-Etiketten gelabelt. Der Strichcode gibt Aufschluss über alle auf der Palette befindlichen Produkte, Chargen, Artikelnummern, Mindesthaltbarkeitsdaten etc. Die vollständige Versandpalette wird außerdem mit einem NVE-Label gekennzeichnet, das die Informationen der kompletten Versandeinheit enthält. Über das NVE-Etikett ist eine lückenlose Rückverfolgung der einzelnen Artikel jederzeit gewährleistet. Darüber hinaus ist geplant, dass Homann demnächst den Kunden diese NVE-Nummern bereits vor der Auslieferung avisiert.

 

Prozessrestrukturierung und Anbindung des Automatiklagers

Im Zuge der Lagermodernisierung war die Integration eines bestehenden automatischen Hochregallagers der Firma Demag eine anspruchsvolle Aufgabe. Das 30 Jahre alte Automatiklager wurde von den modernisierungserfahrenen Warehouse-Experten ohne Materialflussrechner an das Lagerführungssystem LFS 400 angebunden. Das Lagerverwaltungssystem steuert heute die bestehenden S5-Steuerungen des Automatiklagers direkt an. Neben dieser Anbindung stellte die Restrukturierung der vorgefundenen Lagerprozesse eine wesentliche Kernaufgabe dar. Dadurch wurde unter anderem eine genaue Bestandsverwaltung im Kommissionierlager ermöglicht und die Transparenz in den Prozessabläufen spürbar erhöht. Nach der Einführung von Datenfunk und LFS 400 werden heute bereits mit Start der Kommissionierung die Versandlademittel vorab gebildet. Da ein Kommissionierer nur die Positionen für ein Versandlademittel erhält, ist eine parallele Kommissionierung durch mehrere Mitarbeiter möglich. Daraus resultieren sowohl eine größere Flexibilität als auch deutlich kürzere Durchlaufzeiten und spürbare Effizienzsteigerungen. „Kundenorientierung, Lieferfähigkeit und Effizienz stehen bei Homann im Vordergrund. Daher war die Entscheidung für LFS 400 und für die Modernisierungsexperten von Ehrhardt + Partner genau richtig", resümiert Dietmar Jung.

 

Datenfunkgeräte und spezifische Kommissionierdialoge

Neben dem Lagerführungssystem lieferte die Unternehmensgruppe Ehrhardt + Partner dem Dissener Feinkostunternehmen auch die eingesetzten Datenfunkgeräte. Der Lieferumfang umfasste dabei neun Handterminals, vier Staplerterminals sowie 20 Touchscreenterminals. „Bei Homann kam die neue grafische Oberfläche zum Einsatz", erläutert Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter von Ehrhardt + Partner. „Für die Kommissionierung ergeben sich so neue Funktionen: Der Kommissionierer kann sich auf einen Blick bspw. die gesamten Kommissionierpositionen nach Lagenanzahl oder Anzahl der Greifeinheiten sortieren und anzeigen lassen."

 

Überzeugende Ergebnisse

Zusammengefasst erzielt Feinkostspezialist Homann durch die Lagermodernisierung und den Einsatz von LFS 400 folgende Ergebnisse:

  • Aufgrund des fundierten Modernisierungs-Know-hows von E+P konnte das bestehende automatische Hochregallager problemlos an das Lagerverwaltungssystem angebunden und das Lager vollständig im System abgebildet werden.
  • Hat ein Homann-Kunde spezifische Anforderungen wie bspw. definierte Handelslaufzeiten, Mindesthaltbarkeitsdaten oder Lademittelspezifikationen vereinbart, werden diese automatisch von LFS 400 berücksichtigt.
  • Durch den LFS-400-Einsatz erfüllt die Homann Feinkost GmbH alle Anforderungen der EU-Verordnung 178/2002. Selbst Produkte auf kommissionierten Paletten sind durch das NVE-Etikett eindeutig identifizierbar und somit jederzeit lückenlos rückverfolgbar.

 

 

Unternehmenskontakt

  • Marco Ehrhardt Ehrhardt + Partner GmbH & Co. KG
  • Alte Römerstraße 3 56154 Boppard-Buchholz
  • Telefon: 06742-8727-0 Fax: 06742-8727-50

E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Internet: www.ehrhardt-partner.com Shop: www.logshop24.com

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