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Jungheinrich optimiert Beschaffung, Lagerung und Sägezuschnitt Drucken E-Mail
Geschrieben von Peiricks Susanne   
Als einer der weltweit führenden Hersteller von Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik ist die Jungheinrich AG Experte für die innerbetriebliche Logistik. Kein Wunder, dass das Unternehmen an die eigene Produktionslogistik höchste Ansprüche stellt: Durch das Outsourcing eines Halbzeuglagers an die Hamburger Niederlassung der SCHMOLZ + BICKENBACH Distributions GmbH sichert sich Jungheinrich verkürzte Durchlaufzeiten, eine spürbare Ressourcenschonung sowie eine deutlich erhöhte Produktionsflexibilität.

Die Jungheinrich AG bietet ihren Kunden ein umfassendes Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen und Dienstleistungen für die komplette Intralogistik. Die Produktionswerke des Unternehmens befinden sich in Norderstedt, Lüneburg und Moosburg. Am Standort Norderstedt führt das Unternehmen zurzeit den in der Automobilindustrie gängigen Standard der Just-in-sequence-Fertigung ein. Das Just-in-sequence-Konzept ist eine Weiterentwicklung des Just-in-time-Gedankens. Es fordert die rechtzeitige Bereitstellung des benötigten Materials nicht nur in der korrekten Menge und Qualität, sondern ebenfalls in der richtigen Reihenfolge. Anwendung findet diese Belieferungsform meist bei Teilen, die je nach Konfiguration des zu bauenden Produkts stark variieren. Bei Jungheinrich-Staplern sind es die Hubgerüste, die ein sehr breites Variantenspektrum aufweisen. Diese fertigt der Intralogistikexperte im Produktionswerk Norderstedt innerhalb des Bereichs Komponentenfertigung. Zukünftig werden alle Hubgerüste just in sequence an die Montageeinheiten für Schubmaststapler und Juniorgeräte geliefert. Grundvoraussetzung dafür sind optimale Prozesse entlang der gesamten internen und externen Supply Chain. Aufgrund des breiten Variantenspektrums der Hubgerüste ist hier insbesondere die Beschaffungslogistik verhältnismäßig aufwendig: Beispielsweise führt Jungheinrich für die Herstellung der verschiedenen Hubgerüste 300 unterschiedliche Sachnummern allein für die benötigten Kolbenstangen und Zylinderrohre. Anbieterauswahl Um die Vormaterialdisposition und -lagerung sowie die Halbzeugbearbeitung in diesem Bereich effizient zu gestalten, bezieht Jungheinrich die angearbeitete Stangen- und Rohrware bedarfsgerecht in täglich zwei Lieferungen von SCHMOLZ + BICKENBACH. Bei der Auftragsvergabe war für Jungheinrich entscheidend, die Beschaffung, Lagerung, Anarbeitung und Artikellieferung als Komplett-Servicepaket auszulagern. Neben einer Materialverfügbarkeit von 100 Prozent sollte der neue Dienstleister ebenfalls eine hundertprozentige Gutteillieferung gewährleisten. Die europäischen Werke, die das spezielle Material fertigen, konnten die komplexen Dienstleistungen nicht anbieten. Nach Angaben des Jungheinrich-Einkaufs sprachen für SCHMOLZ + BICKENBACH vor allem die räumliche Nähe, die offene Kommunikation und das sehr gute Verhältnis von Preis, Leistung, Service und Qualität. Realisation des Just-in-time-Projekts Jährlich liefert SCHMOLZ + BICKENBACH Kolbenstangen und Zylinderrohre im Umfang von jeweils ca. 1.200 Tonnen an Jungheinrich. Es handelt sich dabei um Kolbenstangen der Güten 20MnV6 und CK45 mit einem Durchmesser von 24 bis 75 Millimetern und Zylinderrohre mit einem Durchmesser zwischen 40 x 3 und 95 x 7,5 Millimetern. Das Material bezieht der Metallservicepartner nach den Vorgaben von Jungheinrich von verschiedenen europäischen Produzenten. Entsprechend dem Kunden-Forecast treffen die Materiallieferungen mehrmals im Monat im Hamburger SCHMOLZ + BICKENBACH-Lager ein. „Die Materialdisposition haben wir im Sinne optimierter Bestände punktgenau auf die Anforderungen von Jungheinrich abgestimmt. Beschaffungs- und Lieferengpässe, mit denen viele Unternehmen immer wieder zu kämpfen haben, sind damit ebenso ausgeschlossen wie überzogene Kosten, die durch eine zu hohe Kapitalbindung entstehen“, berichtet Ralf Krumm, Leiter des Hamburger SCHMOLZ + BICKENBACH-Distributionsstandorts. Materialbestellungen von Jungheinrich erhält der Systemdienstleister zweimal wöchentlich. Die Hamburger Niederlassung generiert aus den Bestellungen Fertigungsaufträge und realisiert die gewünschte Materialbearbeitung. Für den Sägezuschnitt, das Entgraten, Schleifen, Verpacken und die Lieferung des Materials stehen nach Auftragseingang oftmals nur 72 Stunden zur Verfügung. „Dies ist sehr knapp bemessen, wenn man bedenkt, dass bei der gesamten Materialbearbeitung höchste Präzision und Vorsicht geboten sind. Eine minimale Beschädigung der Oberfläche verwandelt ein wertvolles Gutteil binnen Sekunden in Schrott“, erläutert Krumm. Projektbesonderheiten Wie empfindlich insbesondere die Kolbenstangen sind, zeigt sich bspw. daran, dass das Material nicht wie sonst üblich einfach einer Säge zugeführt und geschnitten wird. Um die Bearbeitung der Kolbenstangen zeiteffizient zu gewährleisten, verpackt das Werk jede Kolbenstange einzeln in eine spezielle Schutzhülle, die aus mit Kunststoff beschichteter Pappe besteht. Diese bietet größtmögliche Sicherheit vor Oberflächenbeschädigungen und ermöglicht SCHMOLZ + BICKENBACH sogar den Zuschnitt der Kolbenstangen im Bund. Anschließend entfernen die Mitarbeiter des Stahlhändlers die Schutzhülle und bearbeiten das empfindliche Langgut weiter. Nach der abschließenden Säuberung werden die Stangenzuschnitte ebenso wie die angearbeiteten Rohre entsprechend den Aufträgen in Jungheinrich-spezifische Ladeträger verpackt. Dabei kontrollieren speziell ausgebildete Mitarbeiter die angearbeiteten Zuschnitte mit hochempfindlichen Prüfgeräten auf einwandfreie Qualität. Durch die von Jungheinrich geforderten konsequenten Qualitätskontrollen sowohl im Warenein- als auch -ausgang gewährleistet SCHMOLZ + BICKENBACH dem Intralogistikexperten eine hundertprozentige Gutteillieferung. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die getaktete Herstellung der Hubgerüste und die daran anschließende Just-in-sequence-Lieferung an die Endmontagelinie. Wareneingang bei Jungheinrich Die angearbeiteten Kolbenstangen und Zylinderrohre inklusive der Auftrags- und Materialdaten liefert SCHMOLZ + BICKENBACH direkt an das Produktionspufferlager der Jungheinrich-Komponentenfertigung. Der besondere Clou: Da die hochempfindlichen Materialien in Jungheinrich-spezifische Ladeträger verpackt sind, können diese ohne einen zusätzlichen Arbeitsschritt ins automatische Langgutlager eingelagert und von dort dem folgenden vollautomatisierten Fertigungsprozess zugeführt werden. Die morgendliche Lieferung des Hamburger Systemdienstleisters versorgt jeweils die Spätschicht des Norderstedter Produktionsstandorts, die abendliche Lieferung bedient die Frühschicht. „Das Outsourcingprojekt ermöglicht uns extrem kurze Liegezeiten sowie drastisch reduzierte Lagerbestände. Und dies bei einer Materialverfügbarkeit von 100 Prozent“, fasst Peter Dibbern, Leiter Hubgerüstlinie bei Jungheinrich, die Projektergebnisse zusammen. Und fügt rückblickend hinzu: „Herausragend an der Zusammenarbeit mit SCHMOLZ + BICKENBACH ist, dass sich unser Partner entsprechend den stetig steigenden Anforderungen und den rasanten Marktentwicklungen hochflexibel mit uns weiterentwickelt hat. Bei dem Projektstart vor einigen Jahren bezogen wir zwei bis drei Materiallieferungen in der Woche, das Volumen beschränkte sich auf einige Jahrestonnen. Heute gilt es, ein komplexes logistisches Projekt zu bewältigen, das aufgrund unserer Umstellung auf die Just-in-sequence-Produktion höchste Anforderungen an Materialverfügbarkeit und Qualität stellt.“ Um die Prozesse weiter zu optimieren, ist schon wieder eine Projekterweiterung in Planung: die Automatisierung der kompletten Bestell-, Rechnungs- und Lieferdaten durch eine elektronische Datenübermittlung. Überzeugende Ergebnisse Folgende Ergebnisse erzielt Jungheinrich durch das Outsourcing der Beschaffung, Lagerung, Anarbeitung und Lieferung der Kolbenstangen und Präzisionsrohre: • Der Intralogistikexperte profitiert von deutlich verkürzten Liegezeiten sowie spürbar reduzierten Lagerbeständen. • Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen die höchstmögliche Flexibilität für die eigene Just-in-sequence-Produktion bei einer Materialverfügbarkeit von 100 Prozent. • 72 Stunden nach Auftragsvergabe liefert SCHMOLZ + BICKENBACH bis zu 300 verschiedene Artikel als Komplettservice direkt ins Jungheinrich-Produktionslager. • Neben Kapitalbindung und Verschnitt verlagert das Norderstedter Produktionswerk auch das Risiko der Materialbeschädigung während der Anarbeitung auf den Dienstleister. • Insgesamt profitiert Jungheinrich durch die Fokussierung der eigenen Kernkompetenzen von einer deutlichen Kostenersparnis. „Mit einem deutschlandweit flächendeckenden Netz aus Lager- und Vertriebsstandorten bieten wir Stahl verarbeitenden Unternehmen nicht nur eine zuverlässige Just-in-time-Materiallieferung. Darüber hinaus erhalten unsere Kunden auch das komplette Rundum-sorglos-Paket im Bereich der Artikelanarbeitung“, so Peter Schwarze, Geschäftsführer der SCHMOLZ + BICKENBACH Distributions GmbH.

Vertrieb

SCHMOLZ + BICKENBACH Distributions GmbH

Eupener Straße 70 • 40549 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)2 11-5 09-0 • Fax: +49 (0)2 11-5 09-25 94

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Presse

Susanne Peiricks

Telefon: +49 (0)2 11-5 09-25 97 • Fax: +49 (0)2 11-5 09-15 97

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 7. November 2008 )
 
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